Gemeinden werden finanziell gestärkt?

Was spricht eigentlich aus Sicht unserer Kommunen für die Windkraft? Es soll Geld in die Gemeindekasse fließen. Man rechnet mit jeweils ca. 50.000 Euro pro Standort. Clevererweise bekommt jede Gemeinde vom Betreiber ein Windrad auf „Gemeindeboden“ gestellt. Damit verdient ja die Gemeinde und damit auch jeder Bürger viel Geld, oder?

Aber machen wir die Rechnung doch mal komplett auf:
Die Ortsgemeinden Elkenroth, Nauroth und Rosenheim verpachten Gemeindeboden für 3 Windräder und erhalten somit voraussichtlich  ca. 150.000 Euro pro Jahr. In unseren Ortsgemeinden lebten per 31.12.2013 insgesamt 3.752 Menschen. Umgerechnet würde das bedeuten, dass jeder von uns theoretisch pro Jahr 39,98 Euro oder pro Monat 3,33 Euro oder pro Tag 0,11 Euro erhält. Ist es wirklich ein gutes Geschäft, unsere Heimat für 11 Cent pro Tag zu verkaufen?

Aber das war ja bisher nur die Einnahmenseite.

Betrachten wir doch mal die Ausgaben (Verluste) für unsere Gemeinden. Je nach Lage der Immobilien ist mit einem Wertverlust von 20-40% - teilweise bis zur Unverkäuflichkeit - zu rechnen.

Ein einfaches Rechenbeispiel: Ein Haus hat heute einen angenommenen Durchschnittswert von 150.000 Euro. Wenn wir hier nur mal von einem Wertverlust von 20% ausgehen, verliert die Immobilie bzw. der Eigentümer ca. 30.000 Euro!

Hochgerechnet auf unsere drei Ortsgemeinden sieht die Zahl wie folgt aus:
Laut Statistischem Landesamt Rheinland-Pfalz gab es zum 31.12.2014 insgesamt 1.276 Wohngebäude in unseren Ortsgemeinden. Mit dem oben errechneten durchschnittlichen Wertverlust von 30.000 Euro je Haus sprechen wir hier über einen Gesamtwertverlust von 38.280.000 Euro für die Hausbesitzer!

Wer kann in Anbetracht dieser Summe von 38 Millionen Euro an Wertverlust noch von einem Geschäft für die Gemeinden bzw. Hauseigentümer sprechen?