Lärmbelästigung

Die Lärmbelästigung entsteht durch das surrende Geräusch des Flügelschlags der Rotoren mit über 300 km/h an den Spitzen. Bei Abständen von 900 m werden die Windräder deutlich zu hören sein. In den Gemeinden Rosenheim und Elkenroth würde durch den Bau der Windräder eine Doppelbelastung für die Anwohner entstehen, einmal durch den Lärm der Windräder und einmal durch die angrenzende Schnellstraße L288.

Lärm als Krankmacher

Für die Einordnung und Bewertung von Schall als Lärm hat sich in Deutschland das dB(A) für den Schalldruckpegel durchgesetzt. (Das A steht für den Frequenzfilter. Es gibt A, B, C und D. Welcher Filter verwendet wird, hängt vom Pegel des Gesamtgeräuschs ab.) Die hier geplanten Windkraftanlagen erzeugen Lärm von 35 dB(A) bis mindestens 45 dB(A). Bereits bei 45 dB(A) ist eine entspannte Konversation erschwert. Nächtlicher Lärm führt bereits unter 45 dB(A) zu Gesundheitsgefährdungen.

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Mindestabstand - Forderung nach 10H-Regel

Gesetzlich ist in Rheinland-Pfalz ein Mindestabstand von 800 Metern zu Wohngebieten vorgeschrieben.

Andere Kommunen, wie beispielsweise die Verbandsgemeinde Hachenburg, haben hier für die Gesundheit ihrer Bürger andere Mindestabstände festgelegt. Dort heißt es im Flächennutzungsplan: „Im Interesse der Bevölkerung wird der bisher festgesetzte Abstand der Windkraftflächen von 1.000 m zur Ortslage bzw. 500 m zu Einzelgebäuden um 25% erhöht und auf 1.250 m zu den Ortslagen und 625 m zu Einzelgebäuden im Außenbereich festgesetzt.“

In Bayern gibt es seit November 2014 sogar eine gesetzliche „10H-Regelung“. Das bedeutet, dass der Abstand einer Windkraftanlage zum nächstgelegenen Haus mindestens das 10-fache ihrer Höhe betragen muss. In unserem Fall würden wir dann von einem Mindestabstand von 2.000 m reden!

Nach Ansicht der Europäischen Kommission werden „Studien benötigt, um die Auswirkungen von Lärmbelästigungen durch Windkraftanlagen zu quantifizieren“. Dies teilt die Behörde in ihrer Antwort auf eine Anfrage des CDU-Europaabgeordneten Werner Langen mit, in der er sie mit der neuen kritischen Haltung Dänemarks in Bezug auf Windkraftanlagen konfrontierte.

Dänemark galt bisher als führende Nation in der modernen Windkrafttechnik. Nachdem sich die Warnungen vor möglichen Gefahren für die Gesundheit von Mensch und Tier in den letzten Monaten jedoch vermehrt haben, wurde ein Großteil der Pläne für neue Windparks eingestellt bis eine staatliche Untersuchung dazu 2017 abgeschlossen ist.

„Anders als in Deutschland, wo mögliche Auswirkungen klein geredet werden, zeigt Dänemark sich auch hier als Pionierland und nimmt die Gefahren durch Geräuschsemissionen ernst.", so Langen. Es sei positiv, dass die Kommission eng mit Dänemark zusammenarbeite, um Erkenntnisse dazu auszutauschen, denn bisher wurden die Forderungen nach Klärung der Gesundheitsgefahren durch Infraschall von der Politik nicht ernst genommen. „Rheinland-Pfalz, wo der Ausbau von Windkraftparks massiv forciert wird, ist ein erschreckendes  Beispiel dafür, wie der Klimaschutz auf Kosten von Natur und Gesundheitsschutz immer noch massiv vorangetrieben wird.", so Langen.

Warum ist ein hoher Mindestabstand eigentlich so wichtig?

In einer breit angelegten Studie (2013) in Ontario (Kanada) wurden 4.876 Personen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Windkraftanlagen befragt. Die Studie zeigte signifikante Ergebnisse wie Schlafstörungen, Schwindel und Tinnitus, in Abhängigkeit von der Entfernung zwischen Windkraftanlage und Wohnung. Demnach kommt es im Abstandsbereich zwischen 1.000-2.000 m Entfernung von der nächsten Windkraftanlage zum Ansteigen der Erkrankungshäufigkeiten und -schwere um bis zu 20%!

Deshalb unser Appell an unsere kommunalen Gemeindevertreter:
Jedes Gemeinderatsmitglied entscheidet mit seiner Stimme über die Gesundheit, die Lebensqualität und den persönlichen Lebensraum aller Bürgerinnen und Bürger. Setzen Sie sich für einen Mindestabstand von 2.000 Metern zu unseren Dörfern ein!

Ein aktueller Fernsehbericht „Krank durch Infraschall?“ wurde am 07.06.2015 beim Sender RTL im Spiegel TV Magazin gesendet - abrufbar im Internet unter www.spiegel.tv/filme/infraschall-windraeder/
oder https://www.youtube.com/watch?v=D9fcymbitiE .

Infraschall?

Infraschall ist ein tieffrequenter Schall, der für das menschliche Ohr nicht hörbar ist. Gleichwohl nehmen wir ihn wahr: diskontinuierlich in Form von Pulsationen. Das kann zur Herabsetzung der Atemfrequenz, Veränderung der Hirnströme im EEG, Verminderung des Sauerstoffpartialdrucks im Blut, Erhöhung des Blutdrucks, Vergrößerung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Durchblutungsstörungen und Veränderung der nächtlichen Hormonausschüttung der Nebennierenrinde (Cortisolausschüttung) führen.

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Dorfentwicklung

Wir alle hören ständig in den Medien von der negativen demografischen Entwicklung auf dem Land. Durch die geplanten Windräder wird sich diese Entwicklung in unseren Dörfern noch beschleunigen. Wenn junge Familien sich für einen neuen Lebensmittelpunkt entscheiden, werden sie sich sicherlich nicht in Orten ansiedeln, die von Windrädern bedroht, teilweise (Nauroth) sogar umschlossen werden. Zusätzlich werden mit Sicherheit viele Bürger unsere Dörfer verlassen, wenn sie es sich denn finanziell leisten können. Die Steuerkraft unserer Gemeinden wird dadurch dauerhaft beträchtlich reduziert.

Wie sollen wir gegenüber unseren Kindern eigentlich noch argumentieren, warum sie nach Ausbildung oder Studium ihren Lebensmittelpunkt bei uns zu Hause im Dorf finden sollen? Ein wesentlicher Vorteil unserer Heimat gegenüber der Stadt bestand doch bisher in unserer intakten Kultur- und Naturlandschaft. Diese würde für immer zerstört sein. Unser Landschaftsbild wird sich total verändern!

Unsere Vereine werden nach und nach aussterben, da der notwendige Nachwuchs ganz einfach fehlt. Die dörfliche Struktur wird sich komplett verändern. Wir werden in Ortschaften ohne Kinderlachen leben. Wie das aussieht, kann man sich heute schon in vielen Orten im Osten Deutschlands anschauen.

Wollen wir das wirklich?
Wir sagen "NEIN!" zur Zerstörung unserer Heimat und unserer Lebensgrundlage!